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  Care-Sheet Eublepharis macularius

Haltung im Terrarium:
Terrariengröße: 
Mindestens 100 x 50 x 40cm (lxbxh) für 2 adulte Tiere. Für jedes weitere Tier ist die Grundfläche um mind. 0,20m² zu erhöhen (gem. der österreichischen Tierhaltungsverordnung).

Terrarieneinrichtung:

  • Eine Wasserschale 
  • Eine Schale mit Kalzium (z.B. zerriebener Sepiaschale oder Kalziumpulver aus dem Handel)
  • Ein Thermo- Hygrometer zur Überwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
  • Strukturierte Rückwand mit engen Spalten als Kletter- und Versteckmöglichkeit.
  • Mindestens eine Höhle/Versteckmöglichkeit pro Tier (freistehend oder in die Rückwand integriert). Günstig wäre die Verteilung der Unterschlupfe auf mehrere Wärmezonen im Becken.
  • Eine der Höhlen ist als Feuchthöhle (Wetbox) mit laufend angefeuchtetem Substrat auszubilden.
  • Bodengrund aus einem Sand-Lehm-Gemisch (Mischverhältnis ca. 5:1). Reiner Sand ist vollkommen ungeeignet, da er beim Fressen mit aufgenommen werden könnte und zu – mitunter tödlich verlaufender – Verstopfung führen kann! Des Weiteren werden reine Sandflächen auch im natürlichen Habitat von Leopardgeckos gemieden.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit:
Tag: 25-30°C, lokal bis zu 35°C (bei größeren Becken auch bis 40°C) bei 40-60% Luftfeuchtigkeit
Nacht: 20-23°C bei 60-70% Luftfeuchtigkeit 

Die erforderliche Luftfeuchtigkeit wird durch tägliches Sprühen mit einer herkömmlichen Handsprühflasche erreicht.

Beleuchtung, Heizung:
Ein Spotstrahler sowie eine Energiesparlampe bzw. eine Leuchtstoffröhre bilden die Grundbeleuchtung.
In Terrarien mit der oben angegebenen Mindestgröße von 100/50/40 und normaler Zimmertemperatur, reicht in der Regel ein Spot mit 40 bzw. 60 Watt aus, um die notwendige Temperatur tagsüber im Terrarium zu erreichen.
UV-Kompaktlampen oder UV-Leuchtstoffröhren wären eigentlich nicht notwendig da die Tiere nacht- bzw. dämmerungsaktiv sind, gem. der österreichischen Tierhaltungsverordnung sind diese trotzdem zwingend vorgeschrieben.
Die Beleuchtungsdauer beträgt (außerhalb der Winterruhe) ca. 12 Stunden pro Tag.

Futter:
Hauptfutter: Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben. 
Mehlwürmer, Zophobas und Wachsmottenlarven sind nur selten zu verfüttern, da diese sehr fettreich sind. Weiters haben diese Futtertiere ein ungünstiges Calcium-Phosphorverhältnis , was bei übermäßiger Verfütterung zu Rachitis führen kann. 
Futtertiergröße: Breite des Geckokopfes = maximale Futtertiergröße
Mineralstoff- und Vitaminversorgung (Supplementierung): Die Futtertiere sind bei jeder zweiten Fütterung zusätzlich mit Vitamin/Mineralstoffpräparaten zu bestäuben.

Winterruhe:
Dauer ca. 8 bis 12 Wochen. Am Besten im Zeitraum von November bis März
Während dieser Zeit ist die Temperatur auf ca. 13 bis 17°C abzusenken. Die Beleuchtung wird in dieser Zeit zur Gänze ausgeschalten, dennoch sollte der Tag/Nachtrhythmus durch z.B. natürliches Licht oder Zimmerbeleuchtung erhalten bleiben.
Bei kranken, unterernährten oder sehr jungen Tieren darf keine Winterruhe eingeleitet werden!

Gruppenhaltung:
Generell empfiehlt sich die Einzelhaltung oder die Haltung von reinen Weibchengruppen. Die einzelnen Tiere sollten dabei unbedingt etwa gleich groß sein.
Bei Vergesellschaftung mit einem Männchen zur Zucht sollte die Gruppe aus maximal einem Männchen (keinesfalls mehr als ein Männchen!!) und mindestens zwei Weibchen bestehen. Außerdem sollten alle Tiere einer gemischten Gruppe bereits ein Gewicht von mindestens 40 Gramm erreicht haben, bevor sie vergesellschaftet werden.

Quarantäne:
Neu erworbene Tiere sind zunächst EINZELN in Quarantäne zu halten um eine Einschleppung von Krankheiten in den eigenen Bestand zu verhindern. 
Bei direktem Besatz in ein fertig eingerichtetes Becken besteht selbst bei Einzelhaltung (also auch ohne Ansteckungsgefahr für andere Reptilien) des Weiteren die Gefahr das ganze Becken bei Parasitenbefall/Krankheit zur Desinfektion komplett ausräumen zu müssen um den Befall erfolgreich bekämpfen zu können
Bevor ein neu erworbenes Tier daher in das Endterrarium gesetzt wird oder mit anderen vergesellschaftet werden kann, ist es unbedingt notwendig die Quarantäne einzuhalten und während des Quarantänezeitraums einige Kotprobenuntersuchungen durchführen zu lassen, die keinerlei Parasitenbefall und/oder sonstige Krankheiten nachweisen.
Ein Quarantänebecken ist nur spärlich eingerichtet. Ein Glasbecken (ca.60x40x40cm) ausgelegt mit Küchenpapier, einer Wasserschale, einer Schale Kalzium sowie einer leicht zu reinigenden und desinfizierenden Versteckmöglichkeit ist dafür bestens geeignet. Temperatur und Luftfeuchtigkeit natürlich wie oben angegeben.

Meldepflicht:
In Österreich sind alle Reptilien meldepflichtig! Die Meldung erfolgt beim zuständigen Magistrat bzw. der Bezirkshauptmannschaft. Formulare hierfür lassen sich problemlos im Internet finden.
Die Meldung ist kostenlos.

Literaturempfehlung:
„Leopardgeckos“ von Karsten Griesshammer und Gunther Köhler - Herpeton Verlag

Webtipps:
Tierhaltungsverordnung Anlage 3

Information über Kryptosporidien

Leopardgecko Wikipedia (englische Seite)


 
   
   
   
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